Sie haben keine Artikel im Warenkorb.
Die Zuchtperlen
Kleine Materialkunde
Man
unterscheidet grob zwischen Salzwasser und
Süßwasserperlen. Bei Zuchtperlen (und dazu
gehören heutzutage fast alle zu erhaltenden Perlen) wird in
die Muschel ein Fremdkörper eingelegt, den die Muschel nicht
ausstoßen kann und deshalb mit dem körpereigenen
Perlmutter umkapselt.
Deshalb gibt es auch
Perlen in allen möglichen Formen, je nach der Form, die
eingepflanzt wurde.
Früher
brachten nur die Salzwassermuschel wirklich schöne Perlen
hervor. Dazu gehören die japanischen Akoyas und die
sogenannten Tahiti oder Südseeperlen. Diese letztere Auster
bringt besonders große Perlen hervor, die aber weniger
Lüster haben wie die Akoyas. Dafür werden diese meist
nicht größer als 10mm.
Bis vor ca 15 Jahren konnten die Süßwassermuscheln
nur sehr kleine und unebene Perlen produzieren. Inzwischen ist die
Züchtung so fortgeschritten, das auch dort wirklich gute
Qualitäten produziert werden.
Die sogenannten Keshies sind ein Nebenprodukt der
Salzwasserperlenzucht. Dabei kommen Fremdkörper beim Impfen
der Muschel in die Seitenbereiche, dort kann die Muschel diese nicht
"richtig" umschließen, dafür werden die
Perlmuttschichten dort etwas dicker, der Lüster wird
größer. Inzwischen gibt es auch bewusst
gezüchtete Süßwasserkeshies, diese haben
aber nicht den "zufälligen" Charakter. Ist eine Keshi in einer
wilden Auster ohne menschliches Zutun gewachsen, darf sie offiziell als
echte Perle bezeichnet werden. Das ist aber sehr selten und von
Zuchtkeshies nicht zu unterscheiden.
Perlen sind im
Allgemeinen immer weiß, creme, rose oder bei Salzwasserperlen
auch grau bis schwarz.
Alle anderen Farben
werden meist künstlich eingefärbt, diese sind aber
abriebfest.
